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Kreativmöbel Spreitzer
Waidhofen an der Ybbs

Möbel nach Maß - aus lebendigen Materialien

Vom Baum zum Möbel – Ihr persönlichstes Stück Lebensraum

Andreas fertigt Ihr einzigartiges Möbel – und zwar aus Ihrem Baum. Wenn Sie also einen Baum haben, welcher Ihnen über Jahre ans Herz gewachsen ist, jetzt aber weichen muss, können Sie diesen auf ganz besondere Art und Weise behalten.

Verfügbare Unikate
Ich und meine Berufung - Tischler aus Leidenschaft
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Klein, aber fein.
So könnte man kurz und knapp die traumhaft schön im Mostviertel gelegene Werkstatt des Waidhofner Tischlers Andreas Spreitzer beschreiben. Eine Kreissäge nimmt den Großteil des Raumes ein, im rückwärtigen Teil warten Tischfräse, Hobelmaschine und Kantenschleifer auf ihren Einsatz, an den Wänden lehnen Holzbretter und Platten, daneben ein Besen. Auch darüber und dazwischen bleibt kaum ein Quadratzentimeter Boden oder Wandfläche ungenutzt: Neben in Kartons eingelagerten Rollen mit Schleifpapier in unterschiedlicher Körnung ragen gleich mehrere Starkstromund Druckluftanschlüsse sowie Regalböden aus der Wand. Über die Decke bahnen sich Absaugschläuche ihren Weg, einige Meter weiter erlaubt uns ein offener Werkzeugkasten Einblicke in die Toolbox eines Tischlers: Wasserwaage, Bleistift und Holzleim sind darin zu erkennen, auch einige Stemmeisen, ein Handhobel, Sägen und ein Hammer. Der Geruch von Harz liegt in der Luft.

Traditionelles Handwerk
„Ich bin leider nicht mehr zum Zusammenräumen gekommen“, entschuldigt sich Andreas Spreitzer für die Unordnung. Und auch für die kompakten Platzverhältnisse: „Leider auch ein wenig eng hier“, sagt er, wenige Sekunden bevor er, wie um seine Aussage zu unterstreichen, seinen Bauch einziehen muss, um über eine Werkbank hinweg zwei Profilfrässcheiben zurück auf ihre Wandhaltung hängen zu können. Der Niederösterreicher ist heute mit der Fertigung eines Betts mit esoterischem Aufbau beschäftigt. Dieses wird aus einem ganzen Stück Holz produziert und kommt ohne Metallverbindungen aus. Alternativ sind daher Holzverbindungen wie die Schwalbenschwanzzinkung gefragt, die Andreas Spreitzer gerade zuschneidet. Eine Zange hält das Holz. Fein säuberlich folgt der Tischler mit einer Japansäge den zuvor mit Bleistift und Lineal
eingezeichneten Markierungen. Immer wieder hält er zwischen dem Auf und Ab der Säge für einen Moment inne, um den feinen Holzstaub, der durch die Arbeit aufwirbelt und sich über die Markierung legt, wegzublasen.

Möbel nach Maß
Obwohl bei dem groß gewachsenen Waidhofner jeder Handgriff sitzt, zieht sich die Arbeit über viele Minuten.D aneben dudelt zwischen den bekannten Ö3-Tracks „Eye of the Tiger“ von Survivor aus dem verstaubten Radio am Wandregal. „So many times it happens too fast, you change your passion for glory!“ Ähnlich wie sich Sylvester Stallone zu dem Song Anfang der 1980er-Jahre in Rocky III mit intensivem und hartem Training zurück in Boxform bringen musste, steckt auch hinter der Arbeit von Andreas Spreitzer mehr Zeit und Aufwand, als der erste Blick vermuten lässt. „In meinem Beruf sind Geduld und Genauigkeit gefragt, oft erfordern schon Kleinigkeiten viele Arbeitsschritte und Handgriffe, aber die entscheiden dann schlussendlich darüber, ob ein Produkt passt oder nicht.“ Das gilt ganz besonders für die Planung eines Möbelstücks. „Wenn dabei ein Fehler passiert, geht der ganze Auftrag schief – die Planung ist alles entscheidend. Die Fertigung ist im Vergleich dazu dann relativ einfach.“ Weil es die immer gleichen Abläufe und gewohnte Arbeitsschritte sind? „Nein, das ganz sicher nicht.“ Andreas Spreitzer lächelt jetzt nicht mehr, er grinst über das ganze Gesicht. „Im Gegenteil. Dadurch, dass ich mich auf Einzelstücke, Maßmöbel und Individualanfertigungen spezialisiert habe, bekomme ich es ständig mit neuen Herausforderungen zu tun. Da gleicht kaum ein Stück dem anderen.“

Lebendige Materialien
Dann und wann aber doch. Wenn er etwa wie zuletzt im Auftrag einer Hochzeitsgesellschaft für ein Brautpaar zuerst das Ahornholz für vier Stühle abschleifen, grundieren, neuerlich schleifen und dann einölen muss oder mehrere gleich große Kästen für einen Küchenaufbau oder eine Badezimmereinrichtung vorbereitet. „Aber selbst da gibt es im Detail viele Unterschiede, weil beispielsweise andere Materialien verwendet werden, die Oberfläche unterschiedlich behandelt werden soll oder Dekoelemente etwa aus Ästen oder Altholz gewünscht sind.“ Aus Ästen oder Altholz? „Ja“, sagt Andreas Spreitzer und zeigt uns in seinem Lager einige Balken, Bretter und Sparren, die im Zuge von Abbruch- oder Abrissarbeiten angefallen sind und die er entnageln, bürsten und hermisch behandeln muss, um sie einer neuen Verwendung zuzuführen. Bei den Originalstücken handelt es sich meist um Rundhölzer, die Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts mit Breitäxten bearbeitet wurden, um daraus Balken zu fertigen. Heute, eineinhalb Jahrhunderte später, feiern sie aufgrund ihrer strukturierten Oberfläche und angesetzten Patina eine Renaissance. „Althölzer sind gerade ganz groß im Kommen, weil damit Möbel oder die Einrichtung einen ganz individuellen Touch bekommen und ein warmes und zugleich rustikales Ambiente vermitteln“, sagt Andreas Spreitzer, der für sich in Anspruch nehmen darf, einer der ersten Tischler in der Region gewesen zu sein, der sich des Trends angenommen hat. „Eigentlich eher aus Zufall heraus“, sagt der Mostviertler, „ich habe auf Kundenwunsch Innentüren aus Altholz gefertigt, und die sind dann derart gut angekommen, dass immer mehr Anfragen gekommen sind.“

Mit Empfehlung
Da Andreas Spreitzer die Anfragen zufriedenstellend abgewickelt hat, kommen heute seine Kunden längst nicht mehr nur aus Waidhofen an der Ybbs und dessen direkter Umgebung, sondern auch aus dem nahen berösterreich, dem Weinviertel, aus Wien und dem südöstlichen Niederösterreich. „Viele Kunden finden über meine Homepage zu mir, mehr aber noch über Vermittlung anderer Kunden – das Empfehlungsmarketing ist für einen Handwerker wie mich unbezahlbar.“ Das gilt umso mehr in Zeiten eines sich verschärfenden Preiskampfes, zuletzt drängten vor allem tschechische, aber auch ungarische Tischlereien mit aberwitzig günstigen Möbeln auf den heimischen Markt. „Da kann ich preislich einfach nicht mithalten“, sagt Andreas Spreitzer, während er kraftvoll mit dem Handhobel ein Stück Holz bearbeitet. Der Arbeitstisch wackelt. Lange Späne fallen links und rechts des Werkstücks zu Boden. Auch aufgrund des zunehmenden Mitbewerbs hat sich der Mostviertler in den vergangenen Jahren auf qualitativ hochwertige, individuelle Lösungen spezialisiert und darin seine Nische gefunden. „Dazu gehören auch ansprechende Kundenbetreuung und Service – beides können diese Firmen aus Tschechien oder Ungarn schon alleine aufgrund der geografischen Entfernungen oft nicht bieten.“

Qualität made in Austria
Qualität hat zwar auch bei Andreas Spreitzer ihren Preis, trotzdem ortet der Mostviertler eine Rückbesinnung der Ikeaund Geiz-ist-geil-Generation auf hochwertige Qualitätsprodukte und Vollholzmöbel. „Das gilt jetzt nicht generell, aber vor allem die Zielgruppe der Zweiteinrichter, also jene der Generation 40 plus, weiß heute Qualität wieder mehr zu schätzen und setzt meinem Gefühl nach wieder vermehrt auf hochwertige Möbel.“ Und auf heimische Hölzer. Zwar lernen auch exotische Produkte wie Tulipier, Tineo, Zebrano und Mahagoni Andreas Spreitzers Werkstatt von innen kennen, Kirsch, Ahorn, aber auch Fichte, Eiche und vor allem Zirbe werden wieder beliebter. „In dieser Entwicklung spiegelt sich meiner Meinung nach schon auch ein wenig der Trend zurück zum Ursprung und die Rückbesinnung auf qualitativ hochwertige Handwerksprodukte wider.“ Und diesen Trend kann Andreas Spreitzer nicht nur in seiner Werkstatt erleben, sondern auch bei einem Schritt vor deren Eingang. Dort strahlt das Mostviertler Voralpenpanorama mit der lauen Herbstsonne um die Wette. Der Wind pfeift, weil er hier nicht bleiben darf, und irgendwo ganz weit weg ist das kaum wahrnehmbare Brummen einer Hobelmaschine zu hören.

TEXT: JÜRGEN ZACHARIAS FOTOS: SEBASTIAN FREILER
Erschienen in smartguide ENERGIE

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Kreativmöbel Andreas Spreitzer
Obere Schmiedestraße 13
3340 Waidhofen/Ybbs, Austria

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